In Nordrhein-Westfalen entstehen in den kommenden Monaten weitere 35 Klimaschutzsiedlungen. Neun der Siedlungen sind bereits in Bau und 26 weitere sind in der Planung: von Bonn bis Bielefeld und von Kleve über Düsseldorf bis Hennef.
In der Sitzung der Auswahlkommission am 05.07.2011 erhielten weitere fünf Projekte den Status „Klimaschutzsiedlung in Planung“. Mit dabei waren zwei Siedlungen in Troisdorf, und jeweils eine in Bielefeld, Kleve und Dülmen. Damit gibt es 20 Monate nach dem Start des Projektes „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW“ bereits 27 Siedlungen, von denen sich acht mittlerweile im Bau befinden.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit seinem Aufruf zum Bau von ‚100 Klimaschutzsiedlungen’ bundesweite Maßstäbe gesetzt“, sagte Klimaschutzminister Johannes Remmel heute in Essen-Kupferdreh beim ersten Spatenstich für die „Klimaschutzsiedlung“ auf der Dilldorfer Höhe. Foto v.l.: Reinhard Paß, Oberbürgermeister der Stadt Essen; Johannes Remmel, Klimaschutzminister NRW; Dirk Miklikowski, Vorstand der Allbau AG
Presseinformation vom 02.05.2011 lesen
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Am 24.3.2011 wurde in Bonn-Bad Godesberg das Richtfest für den Neubau und die Bestandssanierung gefeiert. Die Gebäude umfassen insgesamt 27 Wohnungen und erfüllen beide den Passivhausstandard. Darüber hinaus werden Sie umweltfreundlich mit einer zentralen Gaswärmepumpe und Solarthermie beheizt. Ende des Jahres sollen die Gebäude bezugsfertig sein.
Vor einem Jahr hatte die Düsseldorfer Landesregierung Kommunen, Architekten, die Wohnungswirtschaft und Investoren aufgefordert, sich an dem Projekt "100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen" zu beteiligen. Dadurch sollen die wärmebedingten CO2-Emmissionen in Wohnsiedlungen in der EnergieRegion.NRW weiter konsequent reduziert werden. Hierfür können alle Technologien, die zur CO2-Einsparung geeignet sind, eingesetzt werden. Planer und Investoren haben dadurch die Freiheit, aus einer großen Bandbreite innovativer Gebäudestandards und Versorgungsvarianten auszuwählen. Mit großem Erfolg: Aktuell sind 16 konkrete Projekte im Bau oder in der Planung; von Bonn bis Bielefeld; von Kleve über Neuss bis Hennef oder von Kerpen über Essen und Gelsenkirchen bis Münster.
Die Allbau AG, Essens größter Wohnungsanbieter, wird im nächsten Jahr die erste Klimaschutzsiedlung in Essen bauen. Hier werden in vier Geschosswohnungsbauten und 10 Einfamilienhäusern insgesamt 35 Wohneinheiten entstehen. Zwei der Gebäude mit 14 Mietwohnungen werden im Passivhausstandard ausgeführt, die übrigen Geschosswohnungen und die Einfamilienhäuser erhalten den Drei-Liter-Standard.
Die Klimaschutzsiedlung in Gelsenkirchen-Ückendorf ist mit dem Richtfest des ersten von vier Gebäuden mit insgesamt 56 Wohnungen auf einem guten Weg. In der Siedlung wird ein hoher Dämmstandard mit Solaranlagen, moderner Heiztechnik und Wärmerückgewinnung kombiniert.
"100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein- Westfalen" - der Name des Ende letzten Jahres gestarteten Projekts ist zugleich Programm. In den Klimaschutzsiedlungen werden CO2-Emissionen durch die Kombination von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien deutlich reduziert. Nur acht Monate nach dem Projektstart hatten bereits elf Siedlungen durch die Auswahlkommission des Landes den Titel "Klimaschutzsiedlung" erhalten.
In Gelsenkirchen soll die erste von "100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen" entstehen. Das Konzept der Klimaschutzsiedlung wurde jetzt im Stadtplanungsausschuss der Stadt Gelsenkirchen vorgestellt. Die neue Modellsiedlung soll zeigen, wie mit einer Kombination von Solarenergie, hohen Dämmstandards, moderner Heiztechnik und Wärmerückgewinnung in der Lüftung die Werte der aktuellen Energieeinsparverordnung um mehr als die Hälfte unterschritten werden können.
In Nordrhein-Westfalen sollen in den nächsten Jahren erheblich mehr Passivhäuser gebaut und bestehende Gebäude energieeffizient saniert werden. Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben gab jetzt in Düsseldorf den Startschuss für das Projekt "100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen" und forderte Kommunen, Architekten und Ingenieure, die Wohnungswirtschaft und Investoren auf, sich an diesem Projekt zu beteiligen.
Dipl.-Ing. Andreas Gries
Netzwerk-Manager Energie-
effizientes und solares Bauen
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