"100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein- Westfalen" - der Name des Ende letzten Jahres gestarteten Projekts ist zugleich Programm. In den Klimaschutzsiedlungen werden CO2-Emissionen durch die Kombination von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien deutlich reduziert. Nur acht Monate nach dem Projektstart hatten bereits elf Siedlungen durch die Auswahlkommission des Landes den Titel "Klimaschutzsiedlung" erhalten.
Mit der Installation der obersten Geschossdecke am 21. April konnte in Kerpen ein weiterer wichtiger Bauabschnitt erfolgreich abgeschlossen werden. Das im Passivhausstandard geplante Wohnheim-Projekt soll bis Ende August fertig gestellt werden, um im neuen Schuljahr die ersten Schülerinnen und Schüler einer nahegelegenen Berufsfachschule aufzunehmen.
In Gelsenkirchen soll die erste von "100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen" entstehen. Das Konzept der Klimaschutzsiedlung wurde jetzt im Stadtplanungsausschuss der Stadt Gelsenkirchen vorgestellt. Die neue Modellsiedlung soll zeigen, wie mit einer Kombination von Solarenergie, hohen Dämmstandards, moderner Heiztechnik und Wärmerückgewinnung in der Lüftung die Werte der aktuellen Energieeinsparverordnung um mehr als die Hälfte unterschritten werden können.
In Nordrhein-Westfalen sollen in den nächsten Jahren erheblich mehr Passivhäuser gebaut und bestehende Gebäude energieeffizient saniert werden. Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben gab jetzt in Düsseldorf den Startschuss für das Projekt "100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen" und forderte Kommunen, Architekten und Ingenieure, die Wohnungswirtschaft und Investoren auf, sich an diesem Projekt zu beteiligen.
Dipl.-Ing. Andreas Gries
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